Hildegard Bingen

Sie wird als die Urmutter der alternativen Heilkunst gern als eine der Vorreiter genannt.

Biographie:
geboren: ca. 1098 in Rheinlandpfalz
verstorben: 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen

Sie gehörte dem Benediktiner-Orden an und war später auch Äbtissin. Sie hat viele grundlegene Dinge der Pflanzenheilkunst, Meditation und der Edelsteintherapie gelegt.

1970 wurde der Begriff Hildegard Medizin bekannt durch den Arzt Gottfried Hertzka, der seine Thesen auf die Schriften der Hildegard von Bingen baut.


 Pflanzenheilkunde

Sie gehört zu den ältesten und weltweit in allen Regionen angewandten Naturheilkundeverfahren. Es werden dabei die Heilkräfte einzelner Pflanzen ausgenutzt, die in der Heilpflanzenkunde liegen. Die Pflanzenheilkunde besteht aus den Teilen Toxikologie, Pharmazeutik sowie Pharmakologie . Mit diesem Wissen wird das Ziel verfolgt Heilpflanzen und ihre Bestandteile auf ihre therapeutische Einsetzbarkeit zu prüfen und zu erforschen. Seit der Homöopathie wissen wir, dass kleine toxische Dosen auch heilende Wirkung haben. 


Meditation

Auch der seelischen Reinigung wurde in der Zeit der Hildegard v. Bingen praktiziert. Dazu gehören Liebe, Gebet, Musik und Meditation. In der heutigen Zeit verbindet man mit Meditation häufig Buddah und die vielen Varianten der Entspannung.
Die Bedeutung Meditation, ist nachdenken, auf die Mitte bekehren, die Mitte - alles Synonyme, die der Selbstfindung dienen. Denn ein reiner und im Einklang befindlicher Geist, ist im Stande gesund zu werden oder zu sein und zu bleiben.
Wer kennt nicht die entspannenden Musikstücke, die einen in die Welt der Meditation bringen und wenn man sich hingibt auch die gewünschte Entspannung und Freiheit erhält.


 Edelsteintherapie

In dieser Therapieform wird sich die Heilkraft von anorgansichen Mineralien oder Fosilien in Heilsteinen zu Nutze gemacht. Hilfe soll durch das Auflegen der Steine auf die betroffenen Körperregion bzw. das Tragen der Heilsteine erfolgen. Hier streiten sich die Geister. Schulmedizin gegen Esoteriker, die daran festhalten, dass eine nicht objektiv messbare elektromagnetische Umgebungsstrahlung an den kristallinen Steinen gebündelt oder gestreut werde können, bzw. eine andere Polarisationsebene erhalten und somit eine Wirkung auf den Körper haben.


 Fasten

Fastenzeit und Fasten sind Begriffe, die heute noch so gegenwärtig sind, wie im 12. Jahrhundert. Die Methoden haben sich sicherlich weiter entwickelt, aber beruhen im wesentlichen immer noch auf das Heilfasten im Mittelalter.  Die Nahrungsaufnahme wird vermindert bis ganz eingestellt und von den Reserven des Körpers gezehrt.
Heute wird das Fasten auf vielen verschiedenen Wegen beschritten. Fasten nach Suchtmitteln, religiöser Natur oder Trauer. Die Gründe haben sich verändert, der Weg ist der Gleiche. Abstinenz bis hin zur Askese.
Heilfasten ist der Begriff, der die innere Reinigung oder Entschlackung umfasst und sich hauptsächlich auf Flüssigkeitenaufnahme beschränkt. Auch hier wird versucht der Einklang mit sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.